Ich bin Cecilia Bergthaler (Dipl.ABST) – zertifizierte Hundetrainerin im Fachbereich Animal Behavior Science and Technology mit Spezialisierung auf Hund und Pferd. Dabei handelt es sich um eine fundierte Ausbildung in angewandter Verhaltensanalyse und tierschutzkonformer Tiertrainingsmethodik nach James O’Heare.“
Ich lebe mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) und funktionellen neurologischen Störungen (FNS). Mein Assistenzhund Tiago begleitet mich als PTBS- und Anfallswarnhund – nicht nur als Helfer, sondern als Gefährte, der mir Sicherheit, Orientierung und Lebensqualität schenkt.
Diese Erfahrungen waren der Anstoß, mich ganz der Assistenzhundearbeit zu widmen – fachlich, menschlich und mit tiefem Verständnis für die Herausforderungen meiner Klient:innen.
Mein beruflicher Weg war nicht immer gradlinig – aber geprägt von echter Erfahrung, tiefer Verbindung zu Tieren und dem Wunsch, Menschen auf ihrem eigenen Weg zu unterstützen.
2009 begann ich intensiv mit Pferden zu arbeiten. Ich absolvierte das Natural Horsemanship Training bei Claudia Kriechhammer und startete 2014 die NHT-Akademie bei André Stockinger.
Ab 2012 begleitete ich Claudia regelmäßig im Reitunterricht, wodurch ich frühe Einblicke in Unterrichtsstruktur, Mensch-Tier-Kommunikation und feine Hilfengebung erhielt.
2015 verbrachte ich drei Monate in Kanada, wo ich auf zwei Ranches mitarbeitete und Pferde im Alltag sowie unter dem Sattel mittrainierte – eine prägende Zeit für meine praktische Arbeit.
2016 folgten neun intensive Monate als Working Student im Beritt- und Verkaufsstall von Catherine Gratzl. Neben dem Training der Pferde, Sitzschulung und Bewegungsanalysen wurde ich dort auch gezielt in Rhetorik und Didaktik / Unterrichtstechnik geschult.
Im selben Jahr schloss ich die Ausbildung zur Centered Riding® Instruktorin (Level 1) ab – eine körperorientierte Reitmethode, die sich auf zentriertes Sitzen und feine Kommunikation konzentriert.
Anschließend war ich mehrere Jahre als Reitlehrerin und Trainerin für Reiter und Pferd selbstständig tätig.
2017 begann ich mein Psychologiestudium an der Karl-Franzens-Universität Graz. Obwohl ich das Studium aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nach sechs Semestern beenden musste, fließt das erworbene Wissen bis heute in meine Arbeit mit Mensch-Hund-Teams ein.
2018 musste ich meine Tätigkeit als Trainerin aufgeben, da sich die Symptome meiner Erkrankung intensivierten und das Nachgehen einer geregelten Arbeit unmöglich machten. In dieser Zeit durfte ich im Auftrag des Animal Training Center den Lagotto-Welpen Antonio als Gastfamilie ehrenamtlich aufnehmen, begleiten und vorbereiten – er wurde später zum Signalhund für Menschen mit Diabetes ausgebildet.
2019 absolvierte ich ein siebenmonatiges Praktikum im Animal Training Center mit Schwerpunkt Assistenzhundetraining.
In diesem Jahr zog auch der portugiesische Wasserhund Tiago bei mir ein – zunächst so wie Antonio als Gasthund. Als deutlich wurde, wie stark ein Assistenzhund meine Lebensqualität verbessern konnte, entschied ich mich, Tiago mit Unterstützung von Elke Grablechner selbst auszubilden.
Er wurde mein PTBS- und Anfallswarnhund – und mein Leben veränderte sich grundlegend.
2021–2025 absolvierte ich die Ausbildung zur zertifizierten Hundetrainerin im Fachbereich Animal Behavior Science and Technology (ABST) bei James O’Heare – mit Spezialisierung auf Hund und Pferd.
2025 gründete ich den gemeinnützigen Verein Super Dooper Helper Woofers, um die Ausbildung von Assistenzhunden für Menschen mit psychischen Erkrankungen solidarisch, barrierefrei und wissenschaftlich fundiert zugänglich zu machen.
Neben der praktischen Arbeit ist mir auch die gesellschaftliche Aufklärung über Assistenzhundearbeit und psychische Erkrankungen ein zentrales Anliegen. Daher halte ich Vorträge zum Umgang mit komplex traumatisierten Menschen – u. a. an der FH für Ergotherapie in Wien (bisher drei Vorträge) und beim Roten Kreuz.
Diese Vorträge stießen auf sehr positive Resonanz und sind mir ein wichtiges Anliegen, um über psychische Erkrankungen, Assistenzhundarbeit und traumasensible Begleitung aufzuklären.
Meine Arbeit basiert auf Vertrauen, Freiwilligkeit und Respekt – sowohl gegenüber Mensch als auch Tier.
Ich trainiere basierend auf positiver Bestärkung, ohne den Einsatz von Angst, Zwang oder Einschüchterung – und orientiere mich an den aktuellen wissenschaftlichen Standards im Bereich der Verhaltensanalyse und des tierschutzkonformen Trainings.
Im Mittelpunkt steht immer das Mensch-Hund-Team – in seiner Einzigartigkeit, mit seinen Ressourcen, Zielen und Grenzen.
Mein Ziel ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen ein Leben mit Assistenzhund zu ermöglichen - als Trainerin, die die Herausforderungen eines solchen Lebens aus eigener Erfahrung kennt. Ich möchte Assistenzhunde-Teams achtsam, fachlich fundiert und mit viel Herz auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten – auf Augenhöhe und im jeweils individuellen Tempo.
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